Eisenach/Eifel
Eisenach/Eifel

Geschichtliches über Eisenach

Der in Eisenach vorherrschende Muschelkalkboden ließ schon eine sehr frühe Besiedelung zu. In der jüngeren Steinzeit, etwa 3 - 4 Jahrtausend v. Chr. bot der schwere und gute Boden günstige Siedlungsbedingungen. Diese Zeitperiode bezeugen die in Eisenach gefundenen Steinwerkzeuge, wie Steinbeile, Schaber, Messer und Pflugsteinschare, die sich heute zum Teil im Landesmuseum Trier, aber auch in dem Heimatmuseum von Werner Weber in Eisenach befinden.

Da diese Werkzeuge meist aus Feuerstein, Grünstein, Kieselschiefer und Knochen hergestellt waren, lässt sich mit archäologischer Bestimmtheit sagen, dass in dieser Zeit unsere Heimat, wenn auch ganz dünn, besiedelt war.
Auch die der Steinzeit folgende Bronzezeit verzeichnet in Eisenach als vorgeschichtliche Zeugen zwei Hügelgrabfelder im heutigen "Messebüsch"; des Weiteren eine Bronzeurne als metallisches Fundstück dieser Zeitepoche.                      

In der jüngeren Steinzeit, etwa im 5. Jahrhundert v. Chr. kamen die Kelten in unsere Gegend was durch zahlreiche Funde wie Scherben eine Gefäßes aus dieser Zeitepoche festgestellt wurde, Aufgrund der Funde lassen sich einige Siedlungsstellen auf dem Eisenacher Flur vermuten.

Um 50 v. Chr. kamen dann die Römer ins Trierer Land. Das die Römer auch in Eisenach waren belegen zahlreiche Funde, wie Ziegelreste u.ä Die Franken, die zur Zeit der Völkerwanderung (475 n. Chr.) die Römer stark verdrängten. gaben unserer Heimat ein vollkommen neues Gepräge. Sie brannten die Außengehöfte ab, bildeten eine zusammengefasste, jedoch gelockerte Gehöftegruppe und waren somit die Gestalter des heutigen Dorfbildes. Aus der fränkischen Zeit stammt auch ein im "Messebüsch" gelegene viereckige Wallanlage von 40 m Seitenlänge mit Graben ( vgl Steinhausen S 91f (Abb. 51) die wohl kultischen Zwecken diente.

Ab der Zeit des fränkischen König Dagobert I (622-638) finden wir für unsere nähere Heimat neben Bodenfunden auch geschriebene Urkunden vor.

Die erste urkundliche Erwähnung Eisenachs lässt sich so zurückverfolgen bis zum Jahre 762.
Nach der ältesten Echternacher Originalurkunde schenkten im Jahre 762 Godioinus und sein Sohn Helmerich, reiche Grundherren, ihre Güter zu Eisenach an das Kloster Echternach. Porcionem nostram de villa Hisnanca, Hisnanca in pago Bedinse" (unseren Teil der Villa Hisnanca, Hisnanca im Gau Bitburg) (Wampach I 2 Nr. 47). So lautet die entsprechende Stelle im Urtext des Echternacher Schenkungsaktes. Hier also tritt Eisenach unter dem Namen Hinanca auf.

Eine andere Zueignung in Eisenach erhielt das Kloster Echternach durch das Heiratsgut der Irmintrud im Jahre 835. In dieser Zeit wurde der Ort mit "Hissenacha" bezeichnet; in loco qui vocatur Hissenacha villa" (im Ort, der Hissenacha villa heißt) ( Wampach I 2 Nr. 142). So die Ortsangabe in der Urkunde "Isinacha" bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen Tauschakt vom Jahre 844 (MRR I,159) zwischen der Abtei Prüm und dem Grafen Sigard, welch letzterer dem Kloster in Prüm ein Viertel der Abgaben (Zehnten) an die Eisenacher Kirche überlässt (Marx 90.07) Daraus geht hervor, das Eisenach bereits 844 eine eigene Kirche besaß. Diese war zunächst eine Filiale von Ittel, später war sie nach Welschbillig eingepfarrt, bis sie im Jahre 1803 zur Pfarrei erhoben wurde.

Nach einem Visitationsbericht von Welschbillig aus dem Jahre 1569 hatte die zugehörige Kapelle des hl. Martinus zu "Isernach" zwei Altäre, von welchen einer nicht konsekriert war. Der Pfarrer hielt daselbst eine Wochenmesse und bezog drei Malter Korn, ebensoviel Hafer, zwei Viertel Erbsen und einen Wagen Holz. Die Kapelle von Eisenach war 1743 noch mit Stroh gedeckt

Im Jahre 1775 wurde eine neue Kirche gebaut, die 1838 erheblich vergrößert wurde. Die heutige zweischiffige neugotische Pfarrkirche stammt aus dem Jahre 1897 (de Lorenzi I 230)                .
Im Laufe der Jahrhunderte ist immer wieder von Besitzveränderungen in Eisenach die Rede. So verpfändeten im Jahre 1316 die Vormünder des Hartard von Schönecken Güter zu "Ysnach" dem Schultheißen Bonifatius zu Trier für 5000 Rheinische Denare. Im Jahre 1328 empfing Reinhold, Herr von Montjoie und Valkenburg, als Vormund Hartards von Schönecken  für diesen die Belehnung mit jenen Gütern von dem Erzbischof Balduin. Im Jahre 1375 bewitthumte Heinrich Bayer von Boppard, Heinrichs Sohn, seine Frau Grete, Tochter des Goswin von Wilre, mit der Hälfte der Dörfer Isenach und Gelsheim (Gilzem) und des Burglehns zu Welschbillig. Noch im Jahre 1542 wurden die Bayer von Boppard von dem Erzstift mit Renten zu Eisenach belehnt.

Die Grundgerichtsbarkeit zu Eisenach stand nach dem Trierischen Domkapitel zu. Das Augustiner- Nonnenkloster zu Trier ( Kongregation M.M.V.) besaß zu Eisenach einige Ackerländereien und Wiesen, welche die französische Regierung einzog und verkaufte. Dies geschah auch mit den der Abtei Echternach gehörenden Ländereien. Sein dem Kurfürsten von Trier zugehöriges Gut wurde für 4900 frs ( 1306 Thaler) am 25. Firmaire XIV ( 16. Dezember 1805) zugeschlagen; am 14. Nivose XII (4. Januar 1805) ein der trierischer Domkirche zugehörig gewesenes Gut für 2825 frs (753 Preußisch Cauran) (Eiflia Illustrata) Bei den hier aufgezeigten Urkunden handelte es sich immer um schenkungen. Belehrungen und Tausch von Land und Gütern, ein Zeichen, dass in Eisenach der Landwirtschaft seit eh und je ein Vorrang eingeräumt wurde.

Diesen landwirtschaftlichen Charakter hat sich die Gemeinde bis auf den heutigen Tag bewahrt. So hat sich auch die Einwohnerzahl während der letzten 120 Jahre kaum nennenswert verändert. Zählte man in Eisenach um die Mitte des vorigen Jahrhunderts rund 372 Bewohner, so hat sich an dieser Zahl bis heute kaum was verändert.

 

 

 

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