Wegekreuz Martinstraße

 

 

 

Auf vielen Friedhöfen sind die ehemaligen Gedenkkreuze aus Sandstein verschwunden. Dem Zeitgeist geschuldet

wurden sie durch moderne Materialien ersetzt, die leichter zu pflegen sind. Eines der letzten, aus gelbem Sandstein gefertigten Steindenkmäler, wurde von der Gruppe

„Eisenach aktiv“ vor seiner Zerstörung gerettet. Es erinnert nun wieder an ein Geschehen aus dem Jahre 1701 und ein Wegekreuz, das auf einen tragischen Unfall hinwies, aber leider seit vielen Jahren verschwunden ist. Die darauf angebrachte Inschrift lautete

„1701 IST DER EHRSAME PETER SIMON AUS MECKEL HIER ENTSCHLAFEN DRUM ZUR EHRE GOTTES HYRONIMUS SIMON

DIES KREUZ HAT ERRICHTEN LASSEN. Nach Überlieferung war Peter Simon mit 15 Jahren als Pflüger mit zwei Ochsen

auf einem nahegelegenen Feld. Durstig rannten diese zum Brunnen, dort fand man Peter später, leblos im Pflug hängend.

Das umgestaltete ehemalige Friedhofskreuz wird nun als Wegekreuz wieder an dieses Geschehen erinnern. Zumal es neugestaltet, wieder fast seinen ursprünglichen Platz an der Viehtränke Martinstraße in Eisenach gefunden hat. 

 

 
Einordnung:
Kategorie:    Bau- und Kunstdenkmale / Sakralbauten / Bildstöcke und Kreuzwegstationen
Zeit:                1701

 

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